Erdzeitalter
Tipps zur Chemischen Präparation
Tipps zum Kleben
Tipps zur Mechanischen Präparation
Tipps zur Pneumatischen Präparation
Tipps zur Literatur
Tipps Allgemein





Konservieren

Steinkonservierung S35
Die Steinkonservierung  von HMK schützt den Stein und das Fossil (wirkt wasserabweisend) vor Schmutz und Umwelteinflüssen. Ein Steinkonservierer mit sehr guter Tiefenwirkung und Farbvertiefung aber ohne störenden Glanz.



KLADOL Steinpflegeöl
Dieses Spezial Steinpflegeöl mit seidenmatten Glanz kann durch polieren mit Bürsten oder Leinen auf Hochglanz gebracht werden. Wirkt ebenfalls farbtonvertiefend und schützt vor Umwelteinflüssen (wasserabweisend).



REMBER Steinpflege
Das klassische Polierfluat bei den Sammlern am meisten verbreitet schützt alle Arten von Stein. Hinterlässt einen seidenmatten Glanz, ist auf Hochglanz polierbar mit Bürsten oder Leinentuch. Wirkt farbtonvertiefend, schützt vor Umwelteinflüssen, wirkt wasserabweisend.

 

Lack
Mit Lack lassen sich sehr poröse Oberflächen behandeln. Man sollte jedoch darauf achten ob bei Klarlacken die Oberfläche anschließend glänzend oder matt ist. Glanz ist meistens sehr störend und überdeckt die Optik des Fossils.  Also Finger weg!!!

 

Zaponlack
Bei Tonschiefer und flacher Erhaltung von Fossilien ( z.B. Engelbostel oder Sarstedt ) besteht die Möglichkeit mittels Zaponlack die Tonoberfläche zu härten. Insbesondere als Sprühflasche kann bereits beim Bergen eine leichte Schutzschicht über das Fossil gezogen werden. Bei Austrocknung von tonigen Lagen neigen diese zum Abplatzen. Dies kann mit einem leichten Sprühfilm verhindert werden. Nur nicht direkt auf den Stein halten sondern in gewissen Abstand indirekt auf den Stein sprühen!



Haarspray Fisch auf Kieselgurplatte leicht mit Haarspray überzogen



 

Eine kostengünstige Variante sehr poröse Gesteine vorsichtig zu festigen. ( z.B. bei Kieselgur ) Hier können vor dem austrocknen des Schiefers die Fossilpartien vorsichtig mit eingesprüht werden. Bei mir hält diese Variante schon ca. 10 Jahre ohne Probleme.



Ponal Holzleim



Ponal ist eine der einfachsten Möglichkeiten fossile Wirbeltierreste aus der Eiszeit ( Kiesgruben ) zu konservieren. Man verdünnt Ponal bis 1:5 mit Wasser und legt die Fossilien mehrere Tage in diese Lösung unmittelbar nach dem Finden. Anschließend kann mit Verdünnung 1:2 die Stücke gestrichen werden. In Risse und Spalten kann sogar unverdünntes Ponal geträufelt werden. Nach dem Trocknen wird Ponal durchsichtig und härtet die Oberfläche der Knochen und Zähne. Im jedem Baumarkt als Tischlerleim zu bekommen. Er hält gut verschlossen viel Jahre und kann immer wieder genutzt werden.  Gebinde mit 1 Liter kosten ca. 5-7 Euro. Kleinere Gebinde sind im Verhältnis erheblich teurer. Also überlegen wie viel in den nächsten Jahren gebraucht wird. Kann auch zur Festigung von Ton genommen werden, entwickelt dabei aber einen recht unangenehmen Glanz.



Knochen mit Ponal eingestrichen



Nach der Tränkung überpinseln mit fast unverdünnt





Glyzerin

 

Wer seine pyritisierten Fossilien vor dem Ausblühen schützen möchte, kann die Fossilien in Glyzerin einlegen. ( z.B. pyritisierte Ammoniten aus den Tongruben und aus Frankreich ) Man lässt die Fossilien ein paar Tage im Glyzerin liegen, damit das Glyzerin gut eindringen kann. (herausnehmen, abwischen, fertig)



Kunstharze   Messelfisch umgebetet in Kunstharz



Mowilith

Mittel zum Härten der Oberfläche, Stabilisierung ( Fossilien die zu zerfallen drohen ) ähnlich Grundierung! Dient auch dazu, Oberflächen ohne Kontrast optisch aufzubessern.

Mowilith Polyvinylacetat, Verarbeitung in Lösung und Emulsion, Verwendung für Lackzwecke, Sicherheitsglas, Klebstoffe und Versteifungen.
Dieser Kunststoff wird in Aceton aufgelöst und auf das Fossil/Gestein aufgetragen. Nach verdunsten des Acetons (Lösemittel) verfestigt sich der Kunststoff und stabilisiert so die Versteinerung.



Gips

Gips kann sich als nützlich erweisen wenn stark brüchige Fossilien als Ganzes geborgen werden müssen. Das Fossil wird in einer gewissen Distanz zur Mitte freigelegt. Dann wird das Fossil vorsichtig gesäubert und mit Mullbinden und Papier abgedeckt. Dann wird das Fossil in ein Gipsbett eingebettet, einschließlich seiner Seitenbereiche. Wenn das Gipsbett abgebunden hat wird unter dem Fossilblock die Gesteinsschicht gelöst. Am günstigsten ist es an den Block anschließend auf eine Holzplatte gezogen und als Ganzes verpackt. Zum präparieren wird der Block gedreht und entweder mit einem neuen Boden versehen und von oben durchpräpariert, oder man präpariert gleich von der Unterseite her.

Achten sie darauf das beim anrühren des Gipses in der Gipspille oder in der Schale im erst die Flüssigkeit eingefüllt wird und dann der Gips. Andersherum gibt es Klümpchen ( wie bei Soßen !!! )Außerdem bindet der Gips unterschiedlich ab je nach Wasseranteilen. Hierbei wird er warm! Als Materialien werden bei dieser Art Gips, Wasser, Gipspille oder Rührschale, Rührlöffel, Spachtel, Zeitungspapier, Mullbinden und Holzplatte benötigt.

 

Zusätzlich: Abformen und oder Nachbilden, bzw. Ergänzen
Wenn Teile des Fossils fehlen und oder Teile ergänzt werden sollen hilft ggf. die Abformtechnik. Ähnlich wie beim Zahnarzt oder in der Kriminalistik werden Abformmaterialien wie Microsil oder Steasil als Zweikomponentenkunststoffe genommen.