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Kleben

Leider muss es häufig zu einem „Findungsschlag“ kommen um zu merken, dass in einem Steinbrocken etwas zu finden ist. Das ist aber in der Regel kein Unglück, da wir vieles problemlos kleben können. Nachfolgend aufgeführt sollen nun einige Kleber vorgestellt werden.

 



Seelilien auf Matrix geklebt und anschließend geätzt





Leider muss es häufig zu einem „Findungsschlag“ kommen um zu merken, dass in einem Steinbrocken etwas zu finden ist. Das ist aber in der Regel kein Unglück, da wir vieles problemlos kleben können. Nachfolgend aufgeführt sollen nun einige Kleber vorgestellt werden.





Uhu / Alleskleber

Dürfte wohl in jedem Haushalt vorhanden sein, eignet sich allerdings nicht sonderlich gut. Klebestellen sind nicht sonderlich fest.



Sekundenkleber Etwas zähflüssiger Kleber auch für saugende Gesteine Menge: 20g BestellNr.FSB10101



Sekundenkleber

Seit einiger zeit nehme ich im Steinbruch beim Suchen, aber auch zu Hause bei der Präparation, Sekundenkleber um beim Bergen oder Präparieren abgebrochene Stücke sofort wieder anzukleben. Sehr oft musste ich zu Hause feststellen, dass ich ein Stück vom Fossil verloren hatte:(
Bei der nachfolgenden Präparation (Strahltechnik, Rewoquat oder Druckluftstichel) gibt es mit Sekundenkleber keinerlei Probleme. Ein weiterer Vorteil des Sekundenklebers ist, man hat so gut wie keine sichtbaren Klebestellen!
Ist eine der besten Varianten für dauerhafte Verbindungen. Man kann innerhalb von ca. 60 Sekunden Teile fest verbinden. Vorsicht ist jedoch geboten, bei den meisten Sekundenklebern sind gesundheitsschädliche Lösungsmittel vorhanden. Außerdem ist es dem Kleber egal ob er ein Fossil oder zwei Finger miteinander verklebt. Wenn sie also Kleber auf die Haut bekommen und fließendem Wasser abwaschen und nicht mit den anderen Fingern wohlmöglich verreiben. Sekundenkleber hat jedoch teilweise Probleme mit der Weiterpräparation mit Laugen ( z.B. KOH ) Klebestellen gehen wieder auf und färben sich rot! Kleine Teile möglichst mit Pinzette ankleben.

Zur Präparation mit REWOQUAT sehr gut geeignet!



AKEMI Marmorkitt 1000: Flüssig auch Lieferbar in pastöser Form





AKEMI ist ein Zweikomponenten Kunstharz und es gibt verschiedenen Gebindegrößen und Varianten. Flüssig für frische Brüche ohne fehlendes Material oder in Pastöser Form auch zum Ausbessern und Füllen alter Brüche. Akemi lässt sich mit extra Abtönfarben an verschiedene Gesteinssorten anpassen. Verfügbar ist es in den Farben: honigfarben, wasserhell oder in Juragelb. Zu jeder Packung gehört eine Tube Härter. Je nach Zugabe von Härter dauert die Aushärtung (Am Besten die Mischungsverhältnisse einhalten, auf Beschriftung angegeben). Bei der Aushärtung wird der Kleber warm! Der Härter muss gut mit dem Kleber vermischt werden! Wenn dies geschehen ist zügig weiterverarbeiten. Bei zuviel Härter wird der Kunstharz zu heiß, wird dadurch spröde und bekommt Risse, verliert also an Festigkeit. Was natürlich nicht gewünscht ist: Also lieber etwas weniger mit längerer Abbindezeit!
Zur Festigung von Fossilunterseiten (dünne Platten)  können zusätzlich Glasfasermatten ( wie im Bootsbau, Karosseriebau ) mit eingearbeitet werden. Akemi lässt sich im gehärteten Zustand gut weiterbearbeiten. ( schleifen - sägen - polieren )

Ich nehme bei Klebe –/ oder Fehlstellen zum „Tarnen“ der Stelle zerriebenes Originalgestein (hergestellt aus Präparationsresten die mit dem Mörser zerkleinert wurden) und streue es bevor der Kleber fest ist, auf die Klebestelle. Auch kann man in den Kleber selbst „Gesteinsmehl“ für die Farbkorrektur drunter mischen.



Seelilie encrinus liliiformis FO.: Alverdissen mit AKEMI geklebt anschließend gesägt, geschliffen und poliert.



Heißkleber

Eine Möglichkeit sehr schnell etwas zu verbinden. Eignet sich nicht sonderlich für dauerhafte Verbindungen mit starken Belastungen. Hiermit lassen sich aber z.B. gut Haken und Ösen an Fundstücken anbringen. Auch wenn Ständer mit dem Fossil verbunden werden müssen ist dies die ideale Klebetechnik. Außerdem lassen sich Klebestellen einfach korrigieren ( heiß machen und auseinander ziehen oder Klebestelle korrigieren )

Vorsicht aber der Kleber wird bei der Verarbeitung in der Pistole über 100 Grad warm – Verbrennungsgefahr der Finger.

 

6. Ergänzen

Hier bin ich leider kein Fachmann und muss auf fremde Erfolge verweisen. Ein Bekannter aus Hamburg hat es dort zu tollen Ergebnissen gebracht. Fehlende Teile von Ammoniten hat er so gut ergänzt, dass es nicht wenig Mühe gekostet hat, dies zu erkennen. 

Am besten gehen Ergänzungen mit AKEMI. In Pastenform lässt sich der Kleber mit verschiedenen Abtönfarben oder mit dem Mörser hergestelltes Gesteinsmehl gut vermischen und weiter verarbeiten. Nach aushärten des Materials lässt sich der AKEMI sägen, schleifen, fräsen oder polieren.



Hier sehen sie ein Paar bei der Herstellung von "roten Perlmutammoniten". Während er noch die Loben in die Ceratiten schnitzt, trägt sie die rote Farbe auf.



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